Salzkammergut
Kurztrip durch die Gegend um Salzburg
28.-29. Mai 2023
Manchmal braucht es gar keine grosse Reise. Einfach ein paar Tage raus, den Kopf frei bekommen und mit der Kamera unterwegs sein. Genau das war dieser Kurztrip ins Salzkammergut.
Die Route war im Voraus geplant, genauso wie die Uhrzeiten für Sonnenaufgänge, Sonnenuntergänge und die Nachtaufnahmen. Leider kein Neumond, aber man kann halt nicht alles planen. Gerade das macht für mich einen grossen Teil solcher Reisen aus. Zu wissen, wann das Licht an welchem Ort spannend werden könnte und dann rechtzeitig dort zu sein.
Der erste Halt war beim Gollinger Wasserfall. Eigentlich als Zwischenstopp auf dem Weg zum Hotel gedacht, aber die Stimmung dort war besser als erwartet. Der Wasserfall führte ziemlich viel Wasser und überall lag feine Gischt in der Luft. Beim Fotografieren der Langzeitbelichtungen musste ich den ND-Filter immer wieder kurz reinigen, weil ständig neue Tropfen darauf landeten. Genau das zeigte aber auch, wie viel Kraft der Wasserfall hatte.
Am Abend ging es weiter an den Mondsee zum Sonnenuntergang. Das Licht wurde langsam weicher, der Himmel färbte sich leicht orange und über dem Wasser lag fast keine Bewegung. Ich blieb dort bis nach Sonnenuntergang und fotografierte, während die letzten Farben langsam verschwanden.
Der nächste Morgen begann früh. Sehr früh.
Noch im Dunkeln fuhr ich Richtung Hallstatt und war etwa um fünf Uhr dort. Und genau dann zeigt der Ort seine schönste Seite. Kaum Menschen unterwegs, komplett ruhiges Wasser und langsam kommendes Morgenlicht zwischen den Bergen. Diese Ruhe dort am frühen Morgen hatte etwas Besonderes.
Später ging es weiter nach Traunkirchen. Dort verbrachte ich den Abend am Traunsee. Das Licht wurde langsam wärmer, die Berge wurden dunkler und der See lag fast spiegelglatt da. Einer dieser Orte, an denen man automatisch länger bleibt als geplant, um die Ruhe zu geniessen.
Zum Abschluss fuhr ich noch an den Almsee. Geplant war eigentlich Milchstrassenfotografie. Das Wetter war klar, allerdings war der Mond deutlich heller als erhofft, ungefähr Dreiviertelmond. Wirklich dunkel wurde es deshalb nie und die Milchstrasse war nur schwach sichtbar. Trotzdem hatte der Ort nachts eine unglaubliche Stimmung. Das helle Mondlicht über dem See und den Bergen wirkte fast schon surreal.
Auch wenn nicht jede Bedingung perfekt war, genau solche Momente machen Fotoreisen spannend. Licht, Wetter und Stimmung verändern alles ständig. Und genau deshalb kommt jedes Bild am Ende anders heraus als ursprünglich geplant.